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Die kleine Ente die nicht einschlafen konnte

Die kleine Ente die nicht einschlafen konnte

Es war einmal eine kleine Ente, die lebte irgendwo im Niemandsland. Am Tage spielte sie fröhlich und glücklich mit den Tieren des Waldes. Wenn es abends dunkel wurde und die anderen Tiere nach Hause gingen, wollten der kleinen Ente die Augen nicht zufallen. Sie konnte einfach nicht einschlafen.

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Sie versuchte mal auf der linken Seite, mal auf der rechten Seite, mal auf dem Bauch und schließlich auf dem Rücken zu schlafen. Aber nichts funktionierte. Die kleine Ente konnte obwohl sie müde war, einfach nicht einschlafen. Nun stand sie auf und watschelte in den dunklen Wald hinein. Vielleicht fand sie jemanden, der ihr helfen würde.

Bums! Da hatte sie nicht aufgepasst und war gegen einen Baum geprallt. „Autsch!“ rief der Baum.“Wer weckt mich mitten in der Nacht?“ „Du Baum“, rief die Ente, „Ich kann nicht einschlafen. Was soll ich nur machen?“ „Oh, da kann ich Dir bestimmt helfen“, sagte der Baum. Er schüttelte sich ein bisschen, und sofort fiel Laub herunter. „Darauf kannst Du bestimmt schlafen“, sagt der Baum und fiel selbst in einen tiefen Schlaf. Die kleine Ente kuschelte sich auf dem Laubhaufen zusammen. Sobald sie sich aber bewegte, raschelte das Laub und die kleine Ente konnte wieder nicht einschlafen.

Da watschelte sie weiter und weiter und kam zu einem Bau eines Dachses. „Du, Dachs!“ rief die kleine Ente, „Ich kann nicht einschlafen, gib mir bitte einen Rat.“ „Natürlich“, sagte der Dachs und kam aus seiner Höhle heraus. „Probiere es mal hier drinnen. Ich will sowieso fort“, und war auch schon verschwunden. Das Entchen watschelte kopfüber hinein. Aber am Ende angekommen schauten hinten noch die Füße heraus. Und diese wurden bald eiskalt. Also versuchte es die kleine Ente andersherum. Jetzt schaute der Kopf noch aus dem Bau und die kleine Ente konnte wieder nicht einschlafen.

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Frohe Weihnachten

Frohe WeihnachtenDer allererste Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsmann ging durch den Wald. Er war ärgerlich. Sein weißer Spitz, der sonst immer lustig bellend vor ihm herlief, merkte das und schlich hinter seinem Herrn mit eingezogener Rute her.

Er hatte nämlich nicht mehr die rechte Freude an seiner Tätigkeit. Es war alle Jahre dasselbe. Es war kein Schwung in der Sache. Spielzeug und Eßwaren, das war auf die Dauer nichts. Die Kinder freuten sich wohl darüber, aber quieken sollten sie und jubeln und singen, so wollte er es, das taten sie aber nur selten.

Den ganzen Dezembermonat hatte der Weihnachtsmann schon darüber nachgegrübelt, was er wohl Neues erfinden könne, um einmal wieder eine rechte Weihnachtsfreude in die Kinderwelt zu bringen, eine Weihnachtsfreude, an der auch die Großen teilnehmen würden. Kostbarkeiten durften es auch nicht sein, denn er hatte soundsoviel auszugeben und mehr nicht.

So stapfte er denn auch durch den verschneiten Wald, bis er auf dem Kreuzweg war. Dort wollte er das Christkindchen treffen. Mit dem beriet er sich nämlich immer über die Verteilung der Gaben.

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Weihnachtsgedicht

winter

Wenn in des Jahres Lauf, dem allzeit gleichen,
auf leisen Schwingen sich die Christnacht naht,
wenn Erd‘ und Himmel sich die Hände reichen,
dann schau’n wir dich, du größte Liebestat.

Du Heiland Jesus, kamst aus lichten Höhen,
wie unser Bruder tratst Du bei uns ein,
wir haben deine Herrlichkeit gesehen,
und deinen Wandel, fleckenlos und rein.

Verlorne Kinder knien an deiner Krippe,
von jener ersten Weihnacht an bis heut,
es klingt von armer Sünder Herz und Lippe
ein jubelnd „Halleluja!“ weit und breit.

Tritt ein, du Spender aller Seligkeiten
in unser Herz und Haus, in Volk und Land,
hilf, dass wir glaubend Dir den Weg bereiten,
und mit Dir wandern liebend Hand in Hand.

Gib, dass wir hoffend in die Ferne blicken,
auf Dich allein, dem wir zu eigen ganz:
kein irdisch Ding soll uns das Ziel verrücken,
bis wir Dich schaun in deines Reiches Glanz.

Hans Brüggemann (1480-1540)

Kaffee-Satz vom 23.12.2012

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„In der ersten Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen. In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen.“

Informationen zum Autor

Voltaire
eigentlich François Marie Arouet
* 21. November 1694 in Paris
† 30. Mai 1778 in Paris
war einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung. Er nahm am 12. Juni 1718 – ohne irgendeinen Vornamen – den Namen Voltaire an

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Wie der Rabe das Licht brachte

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In den ersten Tagen spendeten, wie jetzt, Sonne und Mond das Licht. Dann aber wurden Sonne und Mond weggenommen und die Menschen blieben auf Erden lange Zeit ohne jedes andere Licht, als den Schimmer der Sterne. Ohne jeden Erfolg machten die Zauberer ihre größten Kunststücke, die Finsternis hielt an.

In einem Dorf am unteren Yuson lebte ein Waisenknabe, der immer mit den Dienstleuten auf der Bank beim Hauseingang saß. Die anderen Leute hielten ihn für närrisch und jedermann verachtete und mißhandelte ihn. Nachdem sich die Zauberer furchtbar, aber ohne Erfolg, angestrengt hatten, Sonne und Mond zurückzuschaffen, verspottete sie der Knabe und sagte: „Was für feine Zauberer müßt ihr doch sein, da ihr nicht einmal imstande seid, das Licht wieder herbeizuschaffen, wenn sogar ich das tun kann.“

Darauf wurden die Zauberer sehr ärgerlich, prügelten ihn und warfen ihn aus dem Haus heraus. Dieser arme Waisenknabe war nun wie jeder andere Knabe, aber wenn er ein schwarzes Kleid, das er hatte, anzog, wurde er in einen Raben verwandelt und blieb ein solcher, bis er das Kleid wieder auszog.

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Kaffee-Satz vom 21.12.2012

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„Der Mensch sollte sich niemals genieren, einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch damit, dass er sich entwickelt, dass er gescheiter ist als gestern.“

Informationen zum Autor

Jonathan Swift
* 30. November 1667 in Dublin, Königreich Irland
† 19. Oktober 1745 in Dublin
war ein irischer Schriftsteller und Satiriker der frühen Aufklärung. Er hat auch unter folgenden Pseudonymen geschrieben: Isaac Bickerstaff, A Dissenter, A Person of Quality, A Person of Honour, M.B. Drapier, T.R.D.J.S.D.O.P.I.I. – The Reverend Doctor Jonathan Swift, Dean of Patrick’s in Ireland

Eulen nach Athen tragen

Griechenland FlaggeDie Redensart „Eulen nach Athen tragen“ (γλαῦκας εἰς Ἀθῆνας κομίζειν, γλαῦκ‘ Ἀθῆναζε ἡγείσθαι) steht für eine überflüssige Tätigkeit. Sie geht auf den antiken griechischen Dichter Aristophanes zurück, der den Ausspruch in seiner satirischen Komödie Die Vögel um 400 v. Chr. prägte. Dort wird in Vers 301 eine herbeifliegende Eule mit den folgenden Worten kommentiert: „Wer hat die Eule nach Athen gebracht?“

Eulen gab es damals als Symbol der Göttin Athene, der Schutzgöttin der Stadt, sehr viele. Die Eule symbolisierte die Klugheit, vor allem, da sie auch im Dunkeln sehen kann. Wie die athenischen Abbildungen zeigen, ist es eine bestimmte Eulenart, der Steinkauz (Athene noctua). Wolfgang Hildesheimer hat daraus die ironische Erzählung „Ich trage eine Eule nach Athen“ entwickelt, in der es sich tatsächlich um einen Steinkauz handelt.

Es ist also möglich, die Worte als Hinweis auf die unsinnige Tätigkeit zu deuten, Weisheit in die Stadt zu bringen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er sich auf die Münzen bezog, auf denen das Tier prangte. Aristophanes bezeichnete es als überflüssig, Silbermünzen (mit der Eule) ins reiche Athen zu schicken. In Vers 1106 schreibt er dazu etwa: „An Eulen wird es nie mangeln.“

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Kaffee-Satz vom 19.12.2012

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„Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss.“

Informationen zum Autor

Johann Gottfied von Herder
* 25. August 1744 in Mohrungen, Ostpreußen
† 18. Dezember 1803 in Weimar, Sachsen-Weimar-Eisenach
war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar

Merkel und die Ferkel

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Angela Merkel ist voll im Wahlkampf und besucht einen großen Bauernhof. Sie unterhält sich mit dem Bauern über verschiedene Themen.

Auch die Schweinemast wird angesprochen. Plötzlich und unverhofft findet sich Frau Merkel im Koben wieder. Die mitgereisten Pressefritzen fotografieren eifrig.

Die Merkel sagt zu den Fotografen: “Meine Herren, ich möchte morgen aber nicht in den Zeitungen lesen: „Merkel und die Ferkel“ oder so ähnlich, haben wir uns da verstanden“?

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